Erfahrungsberichte von Radiologen: In welchen anatomischen Regionen wirkt KI am besten?
Einmal mehr konnten wir mit unserem Internet-Projekt Zukunft Teleradiologie wichtige radiologische Themen ansprechen. Nachdem inzwischen zahlreiche KI-Anwendungen entwickelt sind und eingesetzt werden, war es für uns interessant, zu erfahren, welche Erfahrungen Praktiker mit deren Einsatz gewonnen haben. Dazu haben wir in unserer aktuellen Online-Veranstaltung fünf renommierte Radiologen aus Deutschland und Österreich befragt (siehe Referenten). Alle setzen KI-Algorithmen bereits seit einigen Jahren ein, ein Radiologe entwickelt inzwischen eine eigene Anwendung.
Das übereinstimmende Ergebnis war, KI-Algorithmen sind in den meisten Fällen nützlich bei der Befundung, sparen Zeit und entlasten die Befunderinnen und Befunder. Nur in wenigen Fällen stellte sich heraus, dass die Systeme noch nicht präzise genug arbeiten. Dies bedeutet aber nicht, dass KI als Instrument nicht als nützlich eingestuft würde. Kritische Stimmen gab es vor allem in zwei Punkten: die KI, so ein Arzt, säht mehr Zweifel und es würden dadurch weitere Bilder gemacht, andere bemängelten, dass es bisher keine Finanzierung für den KI-Einsatz gibt.
Alles in allem also eine gelungene Veranstaltung und es gibt auch in Zukunft viel zu tun. Übrigens: in Kürze erscheint das erste Buch über KI in der Radiologie, Herausgeber die drei Initiatoren von „Zukunft Teleradiologie“, die Dres Möller und Engelmann sowie der Kommunikationsexperte Detlef Hans Franke.
Sie möchten mehr über unsere Veranstaltungen und Neuigkeiten rund um die Teleradiologie informiert werden? Folgen Sie reif & möller – Netzwerk für Teleradiologie auf LinkedIn und abonnieren Sie hier den Newsletter.
Referenten

Priv. Doz. Dr. med. Peter Brader

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. (TMA) Andreas G. Schreyer

Dr. med. Christoph Endler

Markus Wagner


