Großer Erfolg der Auftaktveranstaltung von „Zukunft Teleradiologie“

Das Krankenhauszukunftsgesetz bietet mit seinen Fördermitteln viele Möglichkeiten für die Weiterentwicklung der Teleradiologie. Im Rahmen der mit 90 Teilnehmern gut besuchten virtuellen Auftaktveranstaltung der Plattform „Zukunft Teleradiologie“ zum Thema „Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz teleradiologische Netze optimieren“ waren sich alle Experten allerdings darin einig, dass Krankenhäuser dazu schnell handeln müssen. Detlef Hans Franke, Geschäftsführer der FuP Kommunikations-Management GmbH, moderierte die virtuelle Expertenrunde.

Die Bundesländer müssen die Förderanträge bis zum 31. Dezember 2021 beim Bund stellen. Daher müssen die Anträge weit vorher beim jeweiligen Bundesland eingehen – teilweise bereits bis Ende Mai. Die Fristen können in jedem Land unterschiedlich sein. „Die Fördermittel werden nach dem Prinzip ‚first come first serve‘ verteilt. Wer zuerst Fördermittel beantragt, hat demnach auch gute Chancen diese zu erhalten. Doch Schnelligkeit allein reicht nicht aus“, erklärte Daniel Heine aus der Geschäftsleitung der NEXUS AG. Auch sei eine zukunftsweisende Digitalstrategie nötig, um Fördermittel zu erhalten: „Jedes Krankenhaus, das Fördermittel beantragen möchte, braucht ein gutes Konzept und die Projekte müssen sinnvoll die Strategie des Krankenhauses unterstützen. Ein Projekt der Teleradiologie sollte in das Informationssystem des Krankenhauses integriert sein, sodass Insellösungen vermieden werden. Dabei werden vor allem plattformübergreifende teleradiologische Konzepte bevorzugt, die offenen internationalen Standards folgen.“

Die 4,3 Milliarden Euro Fördermittel dürften allerdings rasch verteilt sein. Thomas Süptitz, Referatsleiter für den Bereich Digitalisierung im Bundesministerium für Gesundheit, rechnet mit einer großen Nachfrage. Für Anträge sei es allerdings noch nicht zu spät. Neben den Investitionskosten seien auch personelle und Beratungsleistungen förderfähig. Mindestens 15 % der für die Förderung eines Projekts beantragten Mittel müssen allerdings dazu verwendet werden, die Informationssicherheit zu verbessern.

Dr. Torsten Möller, Vorstand der diagnostic-network AG und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Teleradiologie, und Dr. Uwe Engelmann, Geschäftsführer der NEXUS / CHILI GmbH, waren sich einig, dass im Bereich der IT bei einigen Krankenhäusern noch Verbesserungspotential besteht. Zwar haben viele Krankenhäuser in diesem Bereich bereits Fortschritte erzielt, allerdings gingen diese noch nicht weit genug. Das Krankenhauszukunftsgesetz könne dabei weiterhelfen, indem es die Digitalisierung und Vernetzung der Krankenhäuser fördere. Zum Erfolg des Projektes haben auch die Kompetenzpartner EIZO und FUSE-AI beigetragen. EIZO entwickelt und produziert seit 1968 hochwertige Monitore und Display-Lösungen für den Einsatz in teils hoch spezialisierten Märkten. Die FUSE-AI ist Spezialist für den Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Gesundheitswirtschaft. Die Kompetenzen des Startup-Unternehmens liegen in der Softwareentwicklung, also der intelligenten Bildanalyse mit den Methoden Deep Learning und Machine Learning, Software- und Schnittstellen-Engineering sowie Entwicklung grafischer Nutzeroberflächen.

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